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Improvisationen und neue Herausforderungen – Unsere erste Woche zu Hause

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Der 13. März 2020 wird uns wohl ein ganzes Leben lang in Erinnerung bleiben. Denn dieses Datum wird später einmal in den Geschichtsbüchern unserer Kinder, Enkel – und Urenkel auftauchen. Der Tag, an dem ein Kindergarten- und Schul-Verbot auf Grund des Coronavirus für ganz Deutschland verhängt wurde.

Als uns die Nachricht empfing, dass die Kindergärten in Hessen bis zum 19. April geschlossen bleiben werden, waren wir schon vorbereitet, denn bereits morgens wurde das Schließen der Kindergärten- und Schulen für Niedersachen, das Saarland und Thüringen bekannt. Es war also nur noch eine Frage der Zeit, wann es auch Hessen treffen würde. Abends dann die Bestätigung – wir werden unsere Kinder fünf Wochen alleine zu Hause betreuen müssen.

Im Negativen das Positive sehen

Für uns als Familie hat die Schließung des Kindergartens und die daraus resultierende alleinige Betreuung der Kinder keine negativen Auswirkungen. Wir können von zu Hause aus Arbeiten und sind daher recht flexibel. Darum sind wir von Anfang an locker an die Sache rangegangen und sehen die neue Situation einfach als eine Art Ferien an.

Für die Kinder war es hingegen ein Zwiespalt der Gefühle, zum einen waren sie anfänglich sehr traurig, dass sie vorerst nicht mehr in den Kindergarten gehen und ihre Freunde nicht mehr sehen können – gerade der große Sohn genießt die letzen Monate und die Vorbereitungen auf die Schule sehr. Zum anderen freuten sie sich aber auch über ihre neue Freizeit zu Hause.

Von Improvisationen und neuen Herausforderungen

Unsere erste Woche zu Hause sah also so aus, dass wir morgens gemeinsam frühstückten und uns dabei einen kleinen Tagesablauf überlegten. Während der Papa seine Arbeit im Homeoffice begann, nutzten wir die Zeit für kreative Arbeiten. Wir bastelten bunte Osterhasen aus Tonkarton für unsere Fenster, stickten Osteranhänger, kneteten, malten und lösten Vorschulaufgaben.

Denn so schön die aktuelle Freizeit für die Kinder zur Zeit auch scheinen mag, ist es für uns Eltern in den kommenden Wochen eine unserer größten Aufgaben, unsere Kinder täglich sinnvoll zu beschäftigen, sie zu fördern und zu motivieren, damit sie nicht stundenlang vor dem Fernsehen oder dem Tablet verweilen.

Ein weiterer großer Faktor spielt bei uns dabei der Sport, denn auch das Eishockeytraining, die noch anstehenden Turniere und Trainingcamps wurden prompt beendet und bis auf eine unbestimmte Zeit abgesagt. Da unsere Kinder drei bis viermal die Woche auf dem Eis standen, versuchen wir auch weiterhin sportlich aktiv zu sein. Eine tolle Hilfe bietet uns dabei der YouTube-Kanal von Alba Berlin, der täglich Sportstunden für Kinder und Jugendliche vom Kindergarten bis zur Oberstufe anbietet.

Kreative Beschäftigungsideen

Wie findet man aber kreative und lehrreiche Beschäftigungsideen? Das Internet bietet eine große Bandbreite an Inspirationen abgestimmt für jedes Kindesalter. Heute möchte ich dir unsere kreativen Beschäftigungsideen – unsere Kinder sind 4 und 6 Jahre alt – der vergangenen Woche zeigen und würde mich freuen, wenn ich dir und deinen Kindern damit Anregungen zum Nachmachen bieten kann.

Begonnen habe ich mit der Suche nach kostenlosen Lernvorlagen für Vorschulkinder, denn unser großer Sohn liebt es Aufgaben zu erledigen, die ihn auf die Schule vorbereiten. Mit Hilfe der Arbeitsblätter erstelle ich ihm somit wöchentlich einen kleinen Hefter mit Aufgaben zum Abarbeiten. Wichtig hierbei ist mir, dass er die Aufgaben mit Freude und nicht aus Zwang löst.

Für unseren kleinen Sohn habe ich „Malen nach Zahlen“-Vorlagen ausgedruckt, diese gibt es in verschiedenen Schwierigkeitsstufen und sind ebenfalls eine tolle Übung für Kindergarten- und Vorschulkinder.

Um ein wenig Osterstimmung ins Haus zu bekommen, haben die Kinder mit einfachen Basteleien begonnen. Hierzu habe ich ihnen auf bunten Tonkarton Hasen aufgezeichnet, welche sie ausgeschnitten, mit Gesichtern bemalt und an die Kinderzimmerfenster geklebt haben. Die Vorlage für die Osterhasen habe ich in einem Bastelbuch gefunden.

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Eine wunderbare weitere Beschäftigung ist das Sticken auf Papier. Dazu habe ich den Kindern Ostermotive auf Tonkarton aufgemalt und ausgeschnitten. Anschließend konnten die Kinder diese mit Hilfe einer großen Nadel und Wollresten umsticken. Für den kleinen Sohn habe ich die Löcher allerdings vorgestochen, so dass er leichter mit der Nadel durch das Papier kam. Die bunten Stickbilder haben wir anschließend noch mit einem kleinen Faden versehen und an einen Strauß aus Apfelzweigen aufgegangen. Unser bunter Osterstrauß ist nun ein toller Hingucker in unserem Eingangsbereich.

Benötigte Materialien: Tonpapier, Nadel, Wolle, Schere, Stift.

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Eine der liebsten Beschäftigungsidee ist zurzeit das Erstellen von Bügelperlenbilder. Auch hier stehen unzählige kostenlose Vorlagen für Bügelperlenbilder im Internet zur Verfügung.

Unsere Kinder können sich mit den bunten Perlen über einen langen Zeitraum beschäftigen und trainieren somit auf spielerische Weise die Augen-Hand-Koordination. Über das tolle Ergebnis am Ende können die Kinder sehr stolz sein.

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Wir haben uns extra noch einmal mit Bügelperlen von Art&Fun eingedeckt und können dieses Set mit 10.000 Perlen und den 8 Schablonen und Vorlagen wärmstens empfehlen. Mittlerweile haben wir schon viele Bügelperlen der verschiedensten Marken ausprobiert und waren teilweise sehr enttäuscht, da entweder die Bilder nach kürzester Zeit auseinander brachen, die Perlen beim Bügeln zu stark schmolzen und an der Schablone hängen blieben. Anders ist es hingegen bei diesen Perlen, sie haben strahlend schöne Farben und lassen sich super verarbeiten.

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Benötigte Materialien: Bügelperlen und Schablonen, kostenlose Vorlagen

Aber auch das Kneten steht nach wie vor immer wieder hoch in Kurs. Erst kürzlich habe ich dir unsere selbstgemachte und mit Krepppapier eingefärbte Knete vorgestellt.

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Raus an frische die Luft

Dank herrlichem Sonnenschein haben wir zudem in der vergangenen Woche die Zeit genutzt und einige Arbeiten im Garten erledigt. Die Kinder waren sehr stolz, dass sie bei der Gartenarbeit mit einbezogen wurden und auch mit der Gartenschere schneiden und Äste in den Schredder stecken durften.

Für alle die keinen eigenen Garten haben, aber einmal in die Natur flüchten möchten, habe ich tolle Tipps:

Supermarktbesuche größtmöglich vermeiden

Produkte wie Toilettenpapier, Katzenfutter und gewissen Grundnahrungsmitteln kaufen wir immer und unabhängig vom Coronavirus auf Vorrat, somit versuchen wir vorerst so lange wie möglich ohne den Besuch im Supermarkt auszukommen. Außerdem ist das auch mal eine gute Gelegenheit die Sachen aus der Gefriertruhe aufzuessen.

Resümee der ersten Woche

Wir haben unsere erste Woche zu Hause wunderbar und sinnvoll genutzt und haben uns zum Schutz uns aller an die Bitte der Regierung gehalten und unser Grundstück außer zum Fahrrad- und Inlinerfahren nicht verlassen. Denn nur wenn wir uns alle dran halten, kann das Virus eingedämmt werden und das Gesundheitssystem kollabiert nicht.

Wie geht es dir und deiner Familie mit der aktuellen Situation? Welche Beschäftigungsideen und Improvisationen hast du in der ersten Woche aus dem Ärmel geschüttelt? Ich bin sehr gespannt über dein Feedback.

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