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Unser Schweden-Urlaub [Teil 1]: Die Vorbereitung

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Die Sommerferien und somit auch unser Urlaub sind beendet. 16 Tage im wunderschönen Schweden liegen hinter uns. Ein Land, wie ich es mir vorab nicht schöner hätte vorstellen können. Ein Land, in das ich mich verliebt habe.

Ich möchte dich rückblickend an unserem Urlaub teilhaben lassen, von den Vorbereitungen und Planungen bishin zur Buchung der Unterkunft und unseren Unternehmungen möchte ich dir dieses wunderschöne Land vorstellen. Da ich viel zu berichten habe, wird es sicher mehrere Teile geben.

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Im ersten Teil heute erzähle ich dir von unseren Vorbereitungen und Planungen der Reise, denn bereits vor zwei Jahren kamen wir auf die Idee einen Urlaub in Schweden zu verbringen. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch unser kleiner Sohn erst einige Monate alt, unsere Nächte schlaflos und wir bevorzugten eher einen Urlaub in Deutschland. Rückblickend sind diese Gründe unberechtigt, denn Schweden hat sich für uns als ein sehr kinderfreundliches und perfektes Urlaubsziel für Familien herausgestellt.

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Die Unterkunft

Fest stand, dass wir die drei Wochen der Kindergartenferien für unsere Reise nutzen und ein Haus in Schweden mieten wollten. Wichtig bei der Suche nach einer geeigneten Unterkunft war, dass das Haus mindestens über zwei Schlafzimmer, einer Waschmaschine sowie einer gut ausgestatteten Küche verfügte. Zusätzlich spielte die Lage eine wichtige Rolle, denn ein abgelegenes und einsames Haus mitten im Wald kam ebenso wenig in Frage, wie eins in einer Großstadt.

Erst im März begannen wir mit der Suche nach einer Unterkunft. Über Airbnb wurden wir jedoch ziemlich schnell fündig, denn – anders als erwartet (und mit einer gehörigen Portion Glück) – waren auch kurzfristig noch einige Häuschen verfügbar. Letztendlich überzeugte uns ein Haus in einem kleinen Dorf nahe der Stadt Ljungby in Småland (Südschweden) direkt an einem See gelegen. Das Haus verfügte über drei Schlafzimmer, zwei Badezimmer, einer Waschmaschine und einer voll ausgestatteten Küche. Wir überlegten nicht lange und buchten einfach.

Vermutlich denkst du nun, dass wir für dieses Haus einen Haufen Geld zahlen mussten. Allerdings irrst du dich da, denn wir haben knapp 70 Euro pro Nacht gezahlt. Ehrlich gesagt, kann ich dies selbst immer noch nicht richtig glauben.

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Auto, Fähre oder Flugzeug?

Um von Deutschland nach Schweden zu kommen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Vorab haben wir uns alle drei Möglichkeiten genauestens angeschaut, pro und contra beachtet und durchgerechnet. Die Reise per Flugzeug schied ziemlich schnell aus. Zwar war diese vergleichsweise preiswert, jedoch hätten wir nicht so viel Gepäck mitnehmen können und auf einige Dinge wie beispielsweise unseren Bollerwagen oder ein Schlauchboot verzichten müssen. Zudem benötigt man in Schweden einfach ein Fahrzeug um von A nach B zu kommen und wir hätten uns für den kompletten Zeitraum ein Auto mieten müssen. Unterm Strich kam es für uns persönlich mit zwei kleinen Kindern einfach nicht in Frage.

Zur Debatte standen also bis kurz vor Reiseantritt die beiden Möglichkeiten entweder mit dem Auto über Dänemark nach Schweden zu fahren oder aber eine Fähre zu nutzen, beispielsweise von Travemünde nach Malmö.

Zusätzlich fahren übrigens täglich Fähren von Kiel nach Göteborg, von Rostock nach Trelleborg, von Sassnitz nach Trelleborg und von Travemünde nach Trelleborg. Auch eine Überfahrt von Puttgarden nach Rødby (Dänemark) ist möglich. Alle Infos und Preise der Fähren findest du hier.

Auch hier erstellten wir eine pro- und contra-Liste. Zwar ist die Fahrt mit der Fähre sicherlich entspannter, da man auf der Fähre einen Aufenthalt von 9 Stunden hat, jedoch muss man vorab genug Zeit einplanen, um auf die Fähre zu gelangen. Wenn sie weg ist, hat man gegebenenfalls ein Problem. Von Kassel nach Travemünde beträgt die Fahrt ohne Pause 4 Stunden, mit Pausen und einem ausreichenden Puffer hätten wir 6 Stunden gerechnet. Von Malmö nach Ljungby wären es noch einmal 2 Stunden. Insgesamt hätte unsere Reise mit der Fähre also 17 Stunden gedauert. Die reine Fahrtzeit von Kassel nach Ljungby beträgt hingegen nur etwas über 10 Stunden.

Die Preise für die Fähren waren in unserem Fall teurer als die Brückenüberfahrten und das Risiko die Fähre zu verpassen, weil die Kinder eine Pause brauchen oder wir in einen Stau geraten, veranlassten uns dann zu folgendem Schritt.

Mit dem Auto nach Schweden

Letztendlich haben wir uns für die Reise mit dem Auto nach Schweden entschieden und würden es rückblickend auch noch einmal machen. Zu beachten bei der Anreise mit dem Auto sind die Mautgebühren für die Brücken in Dänemark und Schweden. Vorab haben wir uns hierfür den Brobizz bestellt, den wir nur mit Hilfe eines Saugnapfes an unserer Windschutzscheibe fixieren mussten. Bei der Bestellung wird der BroBizz mit dem Auto und der Kreditkarte verknüpft und dient der reibungslosen Zahlung und zügigeren Durchfahrt der Mautstellen an der großen Belt- sowie der Öresundbrücke. Der BroBizz selbst ist kostenlos, es wird nur ein Pfand von der Kreditkarte abgebucht, den man beim Zurückschicken erstattet bekommt. Zusätzlich haben wir mit der Seriennummer des BroBizz für die Öresundbrücke den BroPas abgeschlossen. Der BroPas sorgt dafür, dass man bei einer Jahresgebühr von ~41€ die Brücke für die Hälfte der Kosten überquert und das macht sich schon bei Hin- und Rückfahrt bezahlt. (Mit dem Gutscheincode „LalandiaSE“ bekommst du das BroPas-Abo im ersten Jahr für umsonst und bezahlst nur die Überfahrten).

Alternativ kann man aber auch ganz klassisch mit Geld oder Kreditkarte an den Mautstellen zahlen, jedoch ist es mit dem BroBizz wesentlich preiswerter und man kann einfach durch die Schranken an den Mautstellen fahren, da die Zahlung kabellos funktioniert. Für die Hin- und Rückfahrt über beide Brücken haben wir insgesamt 96 Euro bezahlt.

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Die Fahrt nach Schweden ist ab Dänemark sehr angenehm, da es auf den Autobahnen eine Höchstgeschwindigkeit gibt und diese bei weitem nicht so voll sind, wie die deutschen Autobahnen. Der stressigste Part unserer Reise war definitiv die Fahrt auf der A7 rund um Hamburg. Ein weiterer Vorteil bei einer Reise mit dem Auto ist die Unabhängigkeit, denn man kann Pausen einlegen wann immer man möchte.

Unsere Kinder haben die Fahrten prima mitgemacht. Generell ist es sehr wichtig während langer Autofahrten auf die Bedürfnisse der Kinder zu achten und längere Pausen einzuplanen. Von Vorteil sind Rastplätze mit kleinen Spielplätzen oder Klettergeräten. Zusätzlich habe ich den Kindern eine Kiste mit Pixi-Büchern, Autos und kleinen Spielzeugen griffbereit gestellt. Während der Fahrt gab es kleinere Überraschungen wie beispielsweise eine besondere Zeitschrift (Feuerwehrmann Sam und Ninjago) sowie eine kleine Überraschungstüte.

Was wollen wir sehen

Zu unseren Planungen zählte auch eine genaue Recherche zu den Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen. Zu unseren Must-see Punkten zählten: Die Astrid Lindgren Welt in Vimmerby, Ladonien, der Autofriedhof Kyrkö Mosse bei Ryd, ein Elchpark sowie Bullerbü und der Katthult Hof.

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Wir packen unsere Koffer – von Badehose bis Gummistiefel

Tatsächlich ist die Kleiderwahl bei einer Reise nach Skandinavien ziemlich schwierig, denn es ist kein Geheimnis, dass es im Norden viel regnet. So packten wir letztendlich für unseren Sommerurlaub in Schweden von Sandalen bis hin zu Gummistiefel und von Badehose bis hin zur Softshelljacke alle erdenklichen Kleidungsschichten ein.

Auch an einige Dinge, an die man vermutlich bei einem Urlaub nicht denkt, sind in unserm Auto gelandet und haben sich in Schweden als nützlich erwiesen beispielsweise ein Nudelholz oder Trockenhefe. Eine genaue Packliste sowie Erläuterungen folgt.

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Bedenken vor der Reise

So sehr ich mich auch auf unseren Urlaub in Schweden freute, so groß waren auch die Bedenken vorab. Zum einen hatte ich Angst vor der langen Autofahrt mit den zwei kleinen Kindern und zum anderen waren wir noch nie eine so lange Zeit am Stück verreist. Was wäre, wenn die Kinder oder auch ich Heimweh bekämen? Der sicherlich größte Faktor meiner Bedenken war das Wetter, denn ich bin ein absoluter Sonnenmensch. Ich brauche die Sonne und das Meer, um richtig abzuschalten und vom Alltag loslassen zu können.

Ich kann dir aber jetzt schon verraten und vielleicht hast du es bei Instagram gesehen: Wir hatten 16 fantastische und sommerlich heiße Tage in Schweden, an Heimweh war kaum zu denken und die Kinder waren einfach super.

Warst du auch schon einmal in Schweden und wie haben dir Land und Leute dort gefallen? Planst du vielleicht einen Urlaub dort oder kommt der Norden für dich urlaubstechnisch nicht in Frage?

2 Kommentare zu “Unser Schweden-Urlaub [Teil 1]: Die Vorbereitung

  1. Danke für den tollen Bericht. Ich hab mich noch nie mit einem Urlaub in Schweden beschäftigt. Aber schon dein Vorbereitungsbericht macht mir echt Laune und nimmt mir die Angst. Denn ich hätte auch wahnsinnigen Bammel vor der Autofahrt. Bin schon auf den nächsten Teil gespannt.
    LG Anke

    • nordhessenmami

      Liebe Anke,

      das freut mich sehr zu lesen.
      Die lange Autofahrt nach Schweden lohnt sich in jedem Fall, du darfst also gespannt sein.;)

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
      Carina

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