Familienleben

„Mama, wann stirbt die Sonne?“

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Wir sitzen am Frühstückstisch. Ich schlürfe meinen Kaffee während der große Sohn verträumt aus dem Fenster an den Himmel schaut und dabei an seinem Nutellabrot knabbert. „Mama, wie alt ist eigentlich die Sonne?“ Puh, ich überlege kurz und gebe die Frage an google weiter. „Die Sonne ist schon sehr, sehr alt – 4,57 Milliarden Jahre.“ Natürlich kann der Sohn mit seinen fast vier Jahren nichts mit dieser Zahl anfangen. Jedoch gibt er sich mit meiner Antwort zufrieden und denkt weiterhin im Stillen nach. Ich sehe es ihm förmlich an, wie seine Gedanken weiter zu diesem Thema kreisen und warte insgeheim schon auf seine nächste Frage.

Ich stehe auf und gehe in die Küche um das Frühstück für den Kindergarten zuzubereiten. Der Sohn sitzt noch immer mit seinem Nutella-Brot am Frühstückstisch und knabbert in Gedanken vor sich hin. Immer und immer wieder beschäftigen ihn dabei Fragen rund um die Themen Sonne, Himmel und Flugzeuge. Und immer und immer wieder reißt er mich dabei aus meinen eigenen Gedankengängen: Was muss ich noch in den Kindergartenrucksack packen? Ich muss unbedingt neue Erdbeermarmelade kaufen. Welche Termine stehen heute an?

„Mama und wenn die Sonne schon so alt ist, wann stirbt sie dann?“

Diese Frage hat gesessen und zu meinem Übel weiß ich auch hier spontan keine passende Antwort. Ich setze mich wieder zu ihm an den Tisch und bitte um ein paar Minuten Bedenkzeit und recherchiere auch zu dieser Frage im Internet nach einer verständlichen Antwort.

Natürlich hätte ich im täglichen Trubel zwischen dem Broteschmieren und Aufbruch zum Kindergarten mit einer kurz und bündigen Antwort wie zum Beispiel: „Das weiß ich nicht.“ oder „Das musst du noch nicht wissen, dafür bist du noch zu klein.“ entgegnen können. Mir persönlich und meinem Mann ist es jedoch sehr wichtig, unseren Kindern Wissen zu übermitteln und aussagekräftige Antworten auf die von ihnen gestellten Fragen zu geben. Und im Enddefekt ist es für uns, so lange ich noch Vollzeitmami bin auch nicht schlimm, ob wir zehn Minuten früher oder später im Kindergarten sind.

Kindgerechte und verständliche Antworten

Wenn es auch nicht immer ganz leicht ist, passende Antworten zu finden, kann man es wenigstens versuchen verständlich und kindgerecht zu formulieren. Denn meines Erachtens verlieren die Kinder durch nicht ernst genommene Fragen oder bloße Antworten von uns Erwachsenen ihr Interesse für solche Gedanken. Vielleicht führt es im späteren Lernprozess auch dazu, dass die Kinder einfach dicht machen, denn schließlich haben Mama und Papa einmal gesagt, dass sie es nicht wissen müssen.

Immer wieder tauchen bei unserem Sohn Fragen auf, die auch wir nicht partout beantworten können. Mit Hilfe von google oder aber auch tollen Büchern versuchen wir dann gemeinsam eine Antwort zu finden.

Ein wunderbares und hilfreiches Buch ist: „Was Kinder wirklich wissen wollen – Das große Buch der Allgemeinbildung.“ In einprägsamen und leicht versändlichen Texten sowie mit Hilfe von faszinierenden und ausdrucksstarken Bildern werden die wichtigsten Themen spannend und kindgerecht dargestellt.

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Ich habe dieses Buch auf einem Basar erworben und kann dir leider keinen Link zur Verfügung stellen, da es online nicht verfügbar zu sein scheint. Vielleicht findest du es aber über die ISBN im lokalen Buchladen oder auch auf einem Basar. 🙂 ISBN: 3577072571 (ISBN-13: 9783577072571)

„Mama und wenn die Sonne schon so alt ist, wann stirbt sie dann?“ – Na, gib es mal bei google ein. Ich wäre um ehrlich zu sein vermutlich nie auf diesen Gedankengang gekommen, jedoch ist es faszinierend was in knapp 6 Milliarden Jahren passiert, wenn die Sonne stirbt.

Stellen euch eure Kinder auch gerne solche Fragen? Wie reagiert ihr darauf? Und wundert ihr euch auch manchmal über diese Gedankengänge? Ich bin gespannt auf eure Antworten.

2 Kommentare zu “„Mama, wann stirbt die Sonne?“

  1. Ein schönes Thema. Für mich hat es schlichtweg mit Wertschätzung zu tun, dass ich die Fragen und Geschichten der Kinder genauso ernst nehme wie die eines Erwachsenen. Und dementsprechend höre ich ihnen immer aufmerksam zu, gehe ins Gespräch und versuche Antworten zu finden. Denn, wenn man sich darauf einlässt, also wirklich in Kontakt mit seinen Kindern geht, dann kann man die Welt wieder durch Kinderaugen sehen. Und das finde ich ist wahnsinnig spannend – es lohnt sich also!

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