Familienleben

Weihnachten in meiner Kindheit (Blogparade #meineWeihnachtserinnerung)

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In wenigen Wochen ist Weihnachten und so langsam beginnen wir mit den Vorbereitungen. Die kleinen Geschenke für die Adventskalender sind bereits besorgt und warten darauf in die einzelnen Tütchen gefüllt zu werden. Wir müssen noch dekorieren (wird hier erst nach Totensonntag gemacht) und in den kommenden Tagen werden wir mit dem Backen der ersten Plätzchen beginnen.

Ich liebe die gemütliche und harmonische Weihnachtszeit. Die vielen Lichter erleichtern es durch die dunkle Jahreszeit zu kommen. Seitdem die Jungs auf der Welt sind denke ich nun auch immer öfter an meine eigene Kindheit, die vorweihnachtliche Zeit und das Weihnachtsfest zurück.

Auch bei uns zu Hause war es zu dieser Zeit früher richtig gemütlich. Wenn meine Mutter nach dem Totensonntag die große Kiste mit der Weihnachtsdekoration aus unserem Keller holte, ging es für uns offiziell los: Die Weihnachtszeit. Gemeinsam mit meiner großen Schwester goss ich Kerzenbilder, bastelte Strohsterne oder Hexenhäuser. Wir backten Plätzchen in den verschiedensten Variationen, malten Windowcolor-Bilder oder schauten die typisch weihnachtlichen Filme wie zum Beispiel Lotta aus der Krachmacherstraße, drei Haselnüsse für Aschenbrödel oder Kevin allein zu Haus.

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Natürlich bekamen wir Kinder auch Adventskalender. Es waren keine klassischen Schokoladenkalender, sondern es waren immer solch schöne Kleinigkeiten wie ein schöner Stift, ein Radiergummi, usw. drin. Ich kann mich noch gut dran erinnern, dass ich einmal sogar einen Baby Born Adventskalender hatte. Mensch, das war vielleicht toll. Ich war so unheimlich stolz.

Ein besonderes Highlight war der Nikolaustag. Abends wenn es dunkel wurde zog ich gemeinsam mit meinem großen Bruder um die Häuser, um Süßigkeiten zu sammeln. Bei einem Metzger bekamen wir jedes Jahr eine Kochwurst geschenkt und soll ich dir etwas verraten? Ich habe jedes wirklich jedes Jahr von dieser Kochwurst brechen müssen. Manche Erinnerungen bleiben eben fest sitzen. 😀
Ich kann mich aber auch noch gut erinnern, dass mein Bruder die Klobessprüche aufsagen musste, da ich als Kind einfach zu schüchtern war und kaum mit fremden Menschen sprach.

Als Glowes (Mehrzahl Glöwesse) […] bezeichnet man die als Nikolaus oder auch anders verkleideten Kinder, die jeweils am 6. Dezember nach Einbruch der Dunkelheit an den Haustüren und in kleinen Geschäften Sprüche aufsagen, um Süßigkeiten zu erlangen. In der Region südlich um Kassel ändert sich die Schreibweise auch in Klobes oder Clobes. (Quelle: wikipedia)

Wir riefen den Weihnachtsmann persönlich an

Eine wunderbare und unvergessliche Aktion bot während meiner Kindheit die Galeria Kaufhof in Kassel an, denn in der Weihnachtszeit saß im Schaufenster der Weihnachtsmann. Der Weihnachtsmann saß jedoch nicht nur für Dekozwecke im Schaufenster, nein, man konnte ihn mit einem Telefon, welches außerhalb der Schaufensterscheibe stand anrufen und seinen Weihnachtswunsch äußern. Mensch, das war toll.

Heiligabend

Erst an Heiligabend wurde bei uns der Christbaum aufgestellt und auch geschmückt. Das Aufstellen übernahm dabei unser Papa, das schmücken wir Kinder. Es roch den ganzen Tag über nach herzhaften und süßen Leckereien im Haus. Ich glaube unsere Mutter stand den gesamten Tag in der Küche, um uns abends mit leckeren Dingen zu verwöhnen.
Nachmittags hüpften wir alle noch schnell in die Badewanne und zogen uns schick an. Anschließend gingen wir gemeinsam in die Kirche, denn auch der Kirchengang gehört für mich zum Weihnachtsfest dazu.
Direkt nach dem Gottesdienst verließ unser Papa fluchtartig die Kirche, „um das Essen anzustellen“. In Wirklichkeit nutzte er diese Gelegenheit, um die Geschenke unter den Weihnachtsbaum zu legen ehe wir nach Hause kamen.
Ich glaubte diese Geschichte meinen Eltern sehr lange. Generell habe ich lange an den Weihnachtsmann geglaubt. Ich persönlich finde es auch total toll, wenn Kinder noch an den Weihnachtsmann, das Christkind oder den Osterhasen denken. Dieses Funkeln der Kinderaugen oder auch die Vorfreude ist einfach unbezahlbar. Und ich war meinen Eltern nie böse, dass sie mich in der Weihnachtsmann-Sache „angelogen“ haben und ich habe deswegen auch keinen Schaden davon getragen. 😉

Zu Hause angekommen, aßen wir erst einmal in Ruhe zu Abend. Bei uns gab es ganz traditionell Pute mit Rotkraut und/oder Grünkohl, mit Klößen und Kartoffel, Soße und dazu Salat. Wir Kinder konnten es natürlich kaum bis zur Bescherung abwarten, daher verschlungen wir unsere Portionen regelrecht.

Wenn ich an die Bescherung zurück denke, fällt mir auf, dass wir Kinder bei Weitem nicht so viele Geschenke bekommen haben wie unsere Kinder heute. Wir bekamen keine Geschenke im Überschuss. Jeder bekam ein größeres Geschenk, welches er sich vorab, teils auch lange gewünscht hatte. Meine schönsten Weihnachtsgeschenke waren zum Beispiel eine Baby Born Puppe oder das Barbie Traumschiff. Es gab auch unerfüllte Wünsche.
Wir Kinder waren sehr glücklich und spielten den ganzen Abend und die nächsten Tage mit unseren Geschenken. Es war eine gemütliche und schöne Atmosphäre unter unserem Tannenbaum.

Ich erinnere mich unglaublich gerne an meine Kindheit und die schöne Weihnachtszeit zurück. Ich wünsche mir, dass ich meinen Kindern auch solch eine schöne Zeit bereiten kann, an die sie im Leben gern zurück denken.

Nun erzähl du doch mal. Wie hast du die vorweihnachtliche Zeit und den Heiligabend in Erinnerung? Gab es besondere Geschenke? Oder gibt es vielleicht auch lustige oder traurige Geschichten die du mit dem Weihnachtsfest in Verbindung bringst?

Ich würde mich über einen Kommentar freuen. Vielleicht hast du aber auch Lust einen Artikel über deine Weihnachtserinnerung zu schreiben. Gern darfst du deinen Artikel in den Kommentaren verlinken und mit dem #meineweihnachtserinnerung in den Social Media Kanälen teilen. Ich werde zudem die Beiträge in diesem Artikel verlinken und den ein oder anderen in der Social-Media-Welt vorstellen. (Beitragsbild in voller Auflösung zur freien Verwendung)

Nun bin ich aber auf deine Weihnachtserinnerung gespannt.

Bisher teilgenommen haben:

11 Kommentare zu “Weihnachten in meiner Kindheit (Blogparade #meineWeihnachtserinnerung)

  1. Das erinnert mich an die Weihnachten in meiner Kindheit. Bei uns war es auch immer so gemütlich, besinnlich und seehr aufregend. Ich glaube, den Weihnachtszauber kann man nur als Kind so richtig erleben…
    Darum bemühe ich mich auch, so wie du, es meiner Kleinen genauso weiterzugeben. Damit auch sie sich später ihr Leben lang daran erinnern kann.

    • nordhessenmami

      Liebe Susanne,
      ich glaube auch, dass man den Weihnachtszauber nur als Kind so richtig erleben kann. Ich wünsche mir für meine Kinder, dass sie lange an den Weihnachtsmann glauben und nicht so schnell im Kiga oder durch Freunde/innen „entzaubert“ werden.

  2. Pingback: Weihnachten in meiner Kindheit – Die magische Zeit | Sophias Welt

  3. Ein sehr schöner Beitrag! Dieser hat mich auch gleich inspiriert, einen Artikel über meine Weihnachtserinnerungen aus meiner Kindheit zu schreiben.

    http://sophias-welt.de/2016/12/12/weihnachten-in-meiner-kindheit-die-magische-zeit/

    • nordhessenmami

      Liebe Sophia,

      vielen Dank für deinen tollen Beitrag und die vielen Bilder, die auch wieder einmal Kindheitserinnerungen in mir weckten.

      Alles Liebe,
      Carina

  4. Liebe Nordhessenmami,

    ich mache auch noch mit. Eine schöne Idee!

    http://beatrice-confuss.de/2016/12/21/weinachten-in-meiner-kindheit-blogparade/

    Viele Grüße und schöne Feiertage!

  5. Hallo Carina,

    das ist ja eine schöne Blogparaden-Idee, da hab ich heute gerne noch mitgemacht
    http://wunschkind-herzkind-nervkind.blogspot.de/2016/12/weihnachten-in-meiner-kindheit.html

    Liebe Grüße und wunderschöne, entspannte und fröhliche Weihnachten,
    Sabrina

  6. Deinen Satz „Es gab auch unerfüllte Wünsche“ sollten sich alle Eltern mal gut durch den Kopf gehen lassen.. Und ihr eigenes Kaufverhalten diesbezüglich reflektieren. Ich finde nämlich, genau das macht Weihnachten doch zu etwas Magischem. Es gibt nicht immer alles und so behalten einzelne Geschenke viel mehr an Bedeutung. Obwohl ich selber sehr darauf bedacht bin, nicht den kompletten Wunschzettel in Erfüllung gehen zu lassen, hast du mich gerade motiviert, das ein oder andere Geschenk vielleicht für den Osterhasen aufzuheben. Danke dir! 🙂

  7. Pingback: Weihnachten in meiner Kindheit | Der Wohnsinn

  8. Liebe Carina,
    danke für diesen schönen Beitrag. Ich glaube, Weihnachten ist für die meisten Kinder das aufregendste und schönste Fest im Jahr. Weil mir deine Idee so gut gefällt, habe ich auch gleich bei deiner Blogparade mitgemacht: http://der-wohnsinn.com/weihnachten-in-meiner-kindheit/
    Ich wünsche dir ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes und glückliches neues Jahr.
    Liebe Grüße,
    Alex

  9. Besser spät als nie… noch ein Beitrag zur Blogparade. https://wordpress.com/post/alexakindermoden.wordpress.com/381
    Danke für die Inspiration!
    Ich wünsche allen ein Frohes Fest und einen guten Rutsch!

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