Familienleben

Ess ich nicht, gibt es nicht! #MissionFood4Kids

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Schon lange wollte ich an der Blogparade #MissionFood4Kids, zu welcher Séverine von Mama on the rocks aufrief, teilnehmen. Da die Blogparade nur noch bis einschließlich morgen läuft, habe ich mich nun endlich dazu aufraffen können und ein paar Zeilen zum Essverhalten unseres großen Sohnes schreiben können.

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Beim Thema Essen hatten wir mit unserem großen Sohn im Vergleich zu anderen Kindern von Beginn an wirklich großes Glück. Nachdem ich ihn abstillte, dauerte es nicht lange bis er das Babygläschen und meine selbst gekochten Babybrei-Varianten von sich aus ablehnte und lieber essen wollte, was Mama und Papa auf ihren Tellern hatten.
Er wollte und durfte alles probieren was wir aßen. Sogar das Blutwurstbrot vom Opa. Ob ich dabei ein schlechtes Gewissen bekommen habe? JEIN, denn auf der einen Seite soll unser Sohn selber entscheiden, was ihm schmeckt und was er essen möchte. Auf der anderen Seite hat er mit seinen gerade einmal einem Jahr noch nicht gewusst und schon gar nicht verstanden, was dies für eine Wurst ist. Dabei ist es übrigens egal, ob Blutwurst oder andere Wurst- und Fleischsorten. Dies ist ein schwieriges und umstrittenes Thema. Daher möchte ich mich dazu in dieser Blogparade vorerst nicht weiter äußern.

Mein Mann und ich haben zudem eine Abmachung bezüglich persönlichen Vorlieben getroffen, denn natürlich gibt es auch Dinge, die wir beide nicht gerne essen. Da dies aber Gemüsesorten (Pilze und Rosenkohl zum Beispiel) sind, auf die man gut verzichten kann, werden wir versuchen dies so lange wie möglich nicht offen vor unseren Kindern zu offenbaren. Wir möchten einfach verhindern, dass unsere Kinder später einmal sagen, Mama und Papa schmeckt das nicht, dann schmeckt es mir auch nicht. Bisher sind wir durch diese Regelung sehr gut zurecht gekommen und unser Sohn isst bis auf Blattsalat absolut alles.

Nun denkst du sicherlich: Das ist aber prima, der Junge ist aber pflegeleicht. Nein, da muss ich dich leider enttäuschen, denn auch unser Sohn isst, wie die meisten Kinder am aller liebsten Nudeln, Pizza und Pommes.

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Bei einer U-Untersuchung riet mir der Kinderarzt, dass wir unser Kind niemals zum Essen zwingen sollten. Denn natürlich gibt es auch Tage, an denen dem Sohn mein Gekochtes nicht schmeckt oder er lieber Nudeln statt eines gesunden Gemüseauflaufs essen möchte. Vielleicht ist dies dann auch einfach eine Trotzphase, aber es bringt doch nichts, das Kind unter Geschrei zum Essen zu zwingen. In diesen Momenten gibt es genau zwei Möglichkeiten: Das Kind geht hungrig ins Bett oder es wird eben eine Dose Ravioli aufgemacht. Bei uns kommt dies wirklich selten vor, aber ich entscheide mich in dieser Situation für die zweite Variante. Mein Kind soll mit den Hauptmahlzeiten nichts negatives in Verbindung bringen.

Mittlerweile ist der Sohn 2 1/2 Jahre alt und hat sogar viel Freude dabei beim Kochen zu helfen. Natürlich kann er noch nicht viel machen, aber wenn er nur die Kartoffeln in den Topf schmeißen oder auch mal alleine rühren darf ist er glücklich und in einer gewissen Art und Weise stolz. Zudem schmeckt das selbstgekochte Essen hinterher natürlich besonders gut 😉 Probier es doch einfach mal aus, vielleicht animiert es ja auch deine Kinder zum Essen. Pass dabei aber gut auf und lass die Kleinen, besonders in der Nähe des Herdes, nicht aus den Augen.

Bei uns ist zudem das gemeinsame Abendessen etwas ganz besonderes und eine Art Ritual geworden. Der Papa ist dann zu Hause, wir sitzen gemütlich zusammen am Tisch, essen und erzählen uns von den Geschehnissen des Tages. Absolutes No-go ist dabei übrigens der Fernseher, die Handys und das Telefon.

Nun sind wir gespannt, wie sich das Essverhalten unseres kleinen Sohnes entwickeln wird. Ob er auch mal wie sein großer Bruder alles essen wird? Ich hoffe ja sehr, denn bekanntlich schauen die kleinen auf die größeren Geschwister hinauf und sind ihnen sehr ähnlich.

2 Kommentare zu “Ess ich nicht, gibt es nicht! #MissionFood4Kids

  1. Toller Beitrag, danke fürs Mitmachen! Ich denke auch, dass wir als Eltern hier eine wichtige Vorbildfunktion haben und es deshalb sinnvoll ist, dass die Kids nicht zu früh mitkriegen, dass auch wir gewisse Dinge nicht so gerne essen.
    Mein Sohn ist jetzt zwei, und ich überlege nach Deinem Beitrag, ihn doch schon jetzt beim Kochen mithelfen zu lassen. Bei der Tochter war ich da irgendwie viel entspannter. Kochen für vier ist einfach auch stressiger geworden.
    LG
    Séverine

  2. Pingback: Auswertung der Blogparade #MissionFood4Kids: Kinder holen sich, was sie brauchen – Mama on the rocks

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